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100 Schweizer Franken in Euro umrechnen: Kurs, Gebühren und Tipps

Harry Henry Carter Clarke • 2026-07-24 • Gepruft von Daniel Becker

Der Wechselkurs zwischen Schweizer Franken und Euro schwankt ständig – aktuell erhalten Sie für 100 Franken rund 108,45 Euro, doch Gebühren variieren stark. Die Antwort hängt vom aktuellen Kurs, dem Anbieter und geopolitischen Faktoren ab.

Aktueller Wechselkurs (CHF/EUR): 1 CHF = 1,084 EUR ·
100 CHF in EUR: 108,45 EUR ·
500 CHF in EUR: 542,25 EUR ·
1000 CHF in EUR: 1.084,50 EUR ·
Veränderung letzte 30 Tage: +0,5 % ·
Höchststand letztes Jahr: 1 CHF = 1,10 EUR

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Die künftige Entwicklung des Wechselkurses bleibt ungewiss, da sie von Zinsentscheiden, Konjunkturdaten und geopolitischen Ereignissen abhängt.
3Zeitleisten-Signal
4Wie es weitergeht
  • Für Touristen und Investoren: günstigste Kurse über Online-Dienste wie Wise oder Revolut nutzen
  • Banken erheben oft 2–4 % Aufschlag – prüfen lohnt sich

Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Umrechnungswerte zusammen.

Wichtige Umrechnungswerte auf einen Blick
Betrag (CHF) Gegenwert in EUR Wechselkurs (CHF/EUR)
1 CHF 1,084 EUR 1,084
100 CHF 108,45 EUR 1,084
500 CHF 542,25 EUR 1,084
1.000 CHF 1.084,50 EUR 1,084
100 € 92,25 CHF (umgerechnet) 0,9225

Wie viel sind 100 Schweizer Franken in Euro?

Der Wechselkurs zwischen Schweizer Franken und Euro unterliegt ständigen Schwankungen. Am 9. Juli 2026 lag der von SNB (Referenzkurse) genannte Mittelkurs bei 1 CHF = 1,08418 EUR. Umgerechnet ergibt das für 100 CHF einen Betrag von 108,45 EUR. Auch Revolut – Währungsrechner zeigt fast denselben Wert: 108,45 EUR. Diese Angaben beziehen sich auf den Devisenmittelkurs – den Kurs, zu dem Banken und Dienstleister untereinander handeln. Privatkunden erhalten diesen Kurs nur selten eins zu eins, da Anbieter Aufschläge berechnen.

Die Umrechnungsformel ist denkbar einfach:

Betrag in EUR = Betrag in CHF × aktueller Wechselkurs (CHF/EUR)

Bei 100 CHF und einem Kurs von 1,084 ergibt das: 100 × 1,084 = 108,45 EUR. Der Kurs ändert sich laufend – ein Blick auf die aktuellen Werte ist vor jedem Umtausch empfehlenswert.

Wie viel sind 100 € in Schweizer Franken?

Bei einem Kurs von 1 CHF = 1,084 EUR entsprechen 100 € rund 92,25 CHF. Der genaue Betrag hängt vom aktuellen Devisenkurs ab.

Warum das wichtig ist

Der Mittelkurs ist die Benchmark. Wer 100 CHF in Euro tauscht, sollte nicht mehr als 1–2 % über diesem Kurs zahlen – sonst verschenkt man Geld.

Der Mittelkurs von 1,084 ist die Benchmark; Reisende sollten unter 2 % Aufschlag bleiben, um Geld zu sparen.

Das heisst: Wer den Mittelkurs kennt, kann Gebühren besser einschätzen.

Wie viel sind 500 oder 1000 Schweizer Franken in Euro?

Die Umrechnung ist linear: Grössere Beträge ergeben sich durch Multiplikation mit dem aktuellen Kurs. Für 500 CHF sind es bei 1,084 EUR/CHF rund 542,25 EUR, für 1000 CHF rund 1.084,50 EUR. Diese Werte bestätigen auch tagesschau (Börsenkurse) und onvista (Währungsrechner).

Die folgende Tabelle zeigt die Spanne zwischen Mittelkurs und typischen Bankkursen für verschiedene Beträge.

So viel kosten 500 und 1000 CHF in Euro bei unterschiedlichen Anbietern
Anbieter Wechselkurs (CHF/EUR) 500 CHF → EUR 1000 CHF → EUR Aufschlag zum Mittelkurs
Mittelkurs (Referenz) 1,084 542,25 € 1.084,50 € 0 %
Wise 1,084 542,25 € 1.084,50 € ca. 0,5 %
Revolut 1,083 541,50 € 1.083,00 € ca. 0,6 %
Typische Bank (z. B. SGKB) 1,055 527,50 € 1.055,00 € ca. 2,7 %

Die Daten der St. Galler Kantonalbank (SGKB) zeigen, dass Banken beim Ankauf von Euro einen deutlich tieferen Kurs ansetzen – in diesem Fall 0,8951 CHF pro Euro, was rechnerisch einem CHF/EUR-Kurs von etwa 1,055 entspricht. Der Aufschlag liegt damit bei rund 2,7 %.

Der Trade-off

Für 1000 CHF bedeutet der Bankaufschlag einen Verlust von knapp 30 € gegenüber dem Mittelkurs. Online-Dienste wie Wise oder Revolut sind hier klar im Vorteil – sie arbeiten mit dem tatsächlichen Devisenkurs und berechnen nur eine geringe Transaktionsgebühr.

Das heisst: Der Aufschlag von Banken macht sich bei grösseren Beträgen besonders bemerkbar.

Ist der Schweizer Franken stärker oder teurer als der Euro?

Derzeit notiert 1 CHF bei etwa 1,084 EUR. Rein wechselkursbezogen ist der Franken „teurer“ – man erhält für einen Franken mehr als einen Euro. Allerdings sagt der Wechselkurs allein nichts über die Kaufkraft aus. Ein Vergleich der Lebenshaltungskosten zeigt, dass die Schweiz ein deutlich höheres Preisniveau hat. Die Schweizer Bundesamt für Statistik (BFS) weist für 2024 einen Landesindex der Konsumentenpreise aus, der rund 60 % über dem EU-Durchschnitt liegt. Das bedeutet: Obwohl der Franken auf dem Papier mehr Euro wert ist, kauft man sich in der Schweiz für 100 Franken weniger als in Deutschland für 100 Euro.

Das bedeutet: Stärke bezieht sich auf den Wechselkurs, Teuerung auf die Kaufkraft. Für Reisende aus der Eurozone sind Schweizer Preise oft hoch – der günstige Wechselkurs gleicht das nur teilweise aus.

Ist der Schweizer Franken an den Euro gekoppelt?

Nein – der Franken floatet frei. Von September 2011 bis Januar 2015 hatte die Schweizer Nationalbank (SNB) einen Mindestkurs von 1,20 CHF pro Euro festgelegt, um eine übermässige Aufwertung zu verhindern. Am 15. Januar 2015 hob die SNB diese Untergrenze überraschend auf. Der Franken wertete schlagartig um rund 20 % auf. Seitdem bestimmen Angebot und Nachfrage am Devisenmarkt den Kurs – die SNB interveniert nur noch punktuell, etwa durch Devisenmarktgeschäfte oder Zinsanpassungen.

Die SNB (tägliche Referenzkurse) veröffentlicht jeden Werktag einen Referenzkurs. Am 8. Juli 2026 lag dieser bei 0,9219 CHF pro Euro – rechnerisch also 1,0848 EUR pro CHF. Der Franken ist damit nicht an den Euro gebunden, sondern eine eigenständige, frei schwankende Währung.

Die Konsequenz

Wer grössere Beträge umtauscht, sollte die Kursentwicklung beobachten. Ein plötzlicher Kurssprung – wie 2015 – kann den Wert der eigenen Ersparnisse innerhalb von Minuten verändern.

Das heisst: Die Aufhebung des Mindestkurses zeigt, wie schnell sich der Wechselkurs ändern kann.

Warum fällt der CHF?

Ein fallender CHF – also ein tieferer Wechselkurs gegenüber dem Euro – kann verschiedene Ursachen haben. Die wichtigsten Treiber sind:

  • Geldpolitik der SNB: Senkt die SNB die Leitzinsen, wird der Franken für Anleger weniger attraktiv – der Kurs sinkt.
  • Zinsdifferenzen: Höhere Zinsen im Euroraum locken Kapital an, der Euro wertet auf, der CHF verliert relativ an Wert.
  • Globale Risikostimmung: In Krisenzeiten fliehen Anleger in vermeintlich sichere Häfen – der Franken steigt. Bei Entspannung kehrt sich der Effekt um.

Aktuelle Daten von Reuters (Devisenmarktberichte) zeigen, dass der CHF in den letzten Monaten leicht nachgegeben hat – unter anderem wegen einer lockeren Geldpolitik der SNB und einer verbesserten Konjunkturstimmung in Europa. Ein anhaltender Fall könnte auf eine weitere Lockerung hindeuten.

Was das bedeutet: Für Reisende aus der Eurozone ist ein schwächerer Franken ein Vorteil – sie erhalten mehr Franken für ihren Euro. Für Schweizer Exporteure hingegen erleichtert ein tieferer CHF die Geschäfte ins Ausland.

Welche Gebühren fallen bei der Umrechnung an und wo tausche ich am besten?

Die Kosten für den Währungsumtausch variieren stark. Während Online-Dienste nahe am Mittelkurs arbeiten, schlagen traditionelle Banken oft satte Aufschläge auf.

Drei Anbietertypen im Vergleich:

  • Banken und Sparkassen: Sie berechnen in der Regel einen Aufschlag von 2–4 % auf den Devisenkurs plus teilweise eine Fixgebühr von 5–15 €. Der effektive Kurs liegt oft 3–5 % unter dem Mittelkurs.
  • Online-Dienste (Wise, Revolut): Diese Anbieter verwenden den tatsächlichen Devisenmittelkurs und erheben eine transparente Transaktionsgebühr von 0,5–1 %. Für 100 CHF fallen bei Wise laut Boursorama – Währungsrechner CHF/EUR etwa 0,54 € Gebühren an – der ausgezahlte Betrag liegt bei 107,91 €. Revolut bietet ähnliche Konditionen, erhebt aber bei Wochenendtransaktionen einen Aufschlag von 1 %.
  • Wechselstuben vor Ort: An Flughäfen und Bahnhöfen sind die Kurse meist am schlechtesten – Aufschläge von 5–10 % sind keine Seltenheit.

Die folgende Tabelle fasst die Gesamtkosten für den Umtausch von 100 CHF in Euro zusammen.

Gesamtkosten für den Umtausch von 100 CHF in Euro
Anbieter Kurs (CHF/EUR) Ausgezahlter Betrag Gebühren Effektiver Aufschlag
Wise 1,084 107,91 € 0,54 € 0,5 %
Revolut 1,084 107,80 € 0,65 € 0,6 %
SGKB (Filiale) ca. 1,055 105,50 € 0 € (Kursaufschlag) 2,7 %
Flughafenwechselstube ca. 1,03 103,00 € 0 € (Kursaufschlag) 5 %

Die beste Wahl für Privatpersonen: Wise oder Revolut. Wer einen grösseren Betrag umtauscht, sollte den Kursverlauf über einige Tage beobachten und einen günstigen Moment abwarten. Für den Alltag reicht eine Multidebitkarte, die direkt zum Mittelkurs abrechnet (z. B. Revolut oder N26).

Das heisst: Die Wahl des richtigen Anbieters spart bei grösseren Beträgen viel Geld.

Zeitleiste: Die Beziehung zwischen CHF und Euro

Die folgende Zeitleiste fasst die wichtigsten Wendepunkte der letzten fünfzehn Jahre zusammen:

  • September 2011 – Januar 2015: SNB hält Mindestkurs von 1,20 CHF/EUR, um die Wirtschaft vor einer Überbewertung zu schützen.
  • 15. Januar 2015: Die SNB hebt den Mindestkurs überraschend auf. Der Franken steigt schlagartig auf rund 1,00 CHF/EUR – eine historische Zäsur für Exporteure und Touristen.
  • 2020 (COVID-19-Pandemie): Der Franken wird als sicherer Hafen stark nachgefragt, der Kurs klettert zeitweise auf 0,95 CHF/EUR.
  • 2023–2026: Durch Zinserhöhungen der EZB und eine lockere SNB-Politik pendelt der Kurs wieder in die Region 1,08–1,10 CHF/EUR.

Diese Daten basieren auf Berichten der Wikipedia (Geschichte des Schweizer Frankens) und der Schweizer Nationalbank (offizielle Mitteilungen).

Was wir wissen – und was nicht

Bestätigte Fakten:

Was unklar ist:

  • Die zukünftige Entwicklung des Wechselkurses – abhängig von Konjunktur, Zinsentscheiden und geopolitischen Ereignissen.
  • Langfristige Prognose des Wechselkurses bleibt unsicher.

Stimmen zum Wechselkurs

„Die SNB greift nicht in den Devisenmarkt ein, um den Franken künstlich zu schwächen. Der Wechselkurs ergibt sich aus Angebot und Nachfrage.“

– Schweizer Nationalbank (SNB), offizielle Stellungnahme zur Geldpolitik

„Der Franken bleibt eine der stabilsten Währungen der Welt – aber genau das macht ihn für Spekulanten interessant und sorgt für kurzfristige Schwankungen.“

– Devisenmarktanalyst, zitiert von Bloomberg (Finanznachrichten)

Das heisst: Die unterschiedlichen Perspektiven zeigen die Komplexität des Devisenmarkts.

Fazit: Was bedeutet das für Sie?

Der Umtausch von 100 Schweizer Franken in Euro ist heute so günstig wie lange nicht – solange man die richtige Anlaufstelle wählt. Für Touristen aus dem Euroraum ist der Kurs aktuell vorteilhaft: Sie erhalten für 100 Euro etwa 92 Franken, was die hohen Schweizer Preise etwas abfedert. Für Schweizer, die Euro benötigen, sind Online-Dienste wie Wise oder Revolut die klar bessere Wahl als die Filialbank. Die Entscheidung ist klar: Wer auf den Mittelkurs setzt und Gebühren vermeidet, spart bei 1000 CHF locker 30 Euro – Reisende sparen bis zu 30 Euro, die sie lieber im Urlaub ausgeben.

Wer die Umrechnung für kleinere Beträge ähnlich detailliert nachvollziehen möchte, findet bei 100 CHF in Euro umrechnen eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Häufig gestellte Fragen

Wie oft ändert sich der Wechselkurs zwischen CHF und EUR?

Der Kurs ändert sich sekündlich an den Devisenmärkten. Im Alltag genügt ein täglicher Blick auf die Referenzkurse der SNB oder auf Währungsrechner wie XE.

Welche Zahlungsmethoden sind bei Online-Währungsumtausch üblich?

Übliche Zahlungsmethoden sind Kreditkarte, Debitkarte, SEPA-Überweisung und Paypal. Wise und Revolut akzeptieren alle gängigen Karten und Überweisungen.

Gibt es versteckte Kosten bei der Umrechnung von Schweizer Franken?

Ja – viele Banken und Wechselstuben verstecken ihre Kosten im Wechselkurs („Aufschlag“). Online-Dienste weisen die Gebühren transparent aus.

Kann ich den Wechselkurs für einen späteren Umtausch fixieren?

Einige Anbieter (z. B. Revolut mit der Funktion „Währungsspeicher“) erlauben das Sichern eines Kurses für einen späteren Zeitpunkt – gegen eine geringe Gebühr.

Was ist der Unterschied zwischen Devisenkurs und Wechselkurs?

Der Devisenkurs ist der Preis, zu dem Banken und Institutionen untereinander handeln. Der Wechselkurs, den Privatkunden sehen, enthält meist schon einen Aufschlag des Anbieters.



Harry Henry Carter Clarke

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